Für Tierfreunde ist die weltgrößte Tiergeschichtensammlung
die richtige Seite zum Stöbern und Lesen. Fast 6000 Geschichten unterschiedlichster
Art und Weise sind bereits vorhanden und täglich werden es mehr. Von mir kann
man dort „Der
kleine Spatz Frechdachs“, „Plietsche
Meise“, „Familie
Blaumeise“ und „Eichhörnchen
Klettermax“ finden. Sicher werden noch weitere Geschichten von mir
dazukommen.
Donnerstag, 5. Mai 2016
Für Tierfreunde
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Freitag, 22. April 2016
Blogger unter sich ...
Ich freue mich, dass zwei Kolleginnen mich in den letzten
Wochen auf ihren Seiten vorgestellt haben.
Katari hat mich für Funaos-Welt
interviewt. Sie wollte alles Mögliche von mir wissen und ich habe versucht, so
gut es geht, zu antworten. Funaos-Welt ist ein Bücherblog mit Rezensionen und
Autoreninterviews.
Marita Sydow Hamann hat meine Blogs auf ihrer Seite
vorgestellt. Marita ist eine Autorin, die spannende Kinder- und Fantasybücher
schreibt und wunderschön malt, einige ihrer Bücher könnt ihr euch bei den Schmökerratten
und den
Schmökerfreaks anschauen.
Sonntag, 13. Dezember 2015
Drei Weihnachtsengel
Walter zappte durch die Programme. Musste denn überall so
ein Weihnachtsmist kommen? Ihm war gar nicht nach Feiern zumute. Er beschloss,
früh schlafen zu gehen. Im Schrank fand er eine Bohnensuppe. Die wärmte er auf.
Früher hatte Gerda immer Karpfen gekocht. Aber heute?
Die Einladung seines Sohnes hatte er ausgeschlagen. Die
kreischenden, schlecht erzogenen Enkel waren ihm zu anstrengend, der Tannenbaum
ohne Lametta zu hässlich und die Würstchen mit Salat ließen keine festliche
Stimmung aufkommen. Und seine Vorschläge für einen Gänsebraten, traditionellen
Weihnachtsschmuck und Gedichtaufsagen der Kinder wurden schweigend übergangen.
Seine Schwiegertochter hatte sichtbar aufgeatmet, als er ablehnte.
Am letzten Adventssonntag hatte ihn seine Schwägerin
angerufen. „Gerdas Schmuck bekommst du nie!", hatte er sie angebrüllt und
aufgelegt, bevor sie etwas sagen konnte.
Nach dem Tod seiner Frau hatte sie nämlich gefragt, ob sie
den alten Familienring ihrer Mutter zur Erinnerung haben dürfte. Aber Walter
wusste es besser. Sie wollte sich nur bereichern, dabei war Gerda kaum unter
der Erde.
Walter füllte die Suppe in einen Teller und setzte sich an
den Tisch vor dem Küchenfenster. Spenglers gingen mit ihren Kindern fort.
Hoffentlich fuhren sie für ein paar Tage zu ihren Eltern. Die jungen Leute
nahmen heute keine Rücksicht mehr auf die Alten. Den ganzen Tag lang schrien
und tobten die Buben durch den Hausflur. Walter hatte sich schon öfter
beschwert. Beim letzten Mal hatte Frau Spengler ihm die Tür vor der Nase
zugeschlagen. Vielleicht sollte er doch in ein Altersheim ziehen, da gab es
wenigstens keine Kinder.
Walter wusch den Teller und den Topf ab. Dann stellte er
das Radio an. Aber auch hier fand er nur Weihnachtssendungen. Er nahm die
Zeitung; doch das meiste hatte er schon am Morgen gelesen.
Es klingelte. Walter erhob sich und schlurfte zur Tür. Auf
dem Treppenabsatz standen die drei Spengler-Jungen, der Größe nach aufgereiht.
„Frohe Weihnachten!", piepste der Kleinste.
„Entschuldigen Sie, dass wir immer so laut sind",
stieß der Große atemlos hervor und reichte ihm einen geschmückten Tannenzweig
und eine Kerze.
„Wir wollen auch keinen Krach mehr machen", fügte der Mittlere
hinzu und gab ihm ein in Weihnachtspapier verpacktes Geschenk.
Walter nahm es entgegen und fühlte einen Christstollen. Der
Kleinste wedelte mit ein paar selbstgebastelten Weihnachtssternen vor seiner
Nase herum.
Dann stimmten die Kinder ein Weihnachtslied an. Walter
kamen die Tränen.
Die bisher angelehnte Tür der Nachbarwohnung öffnete sich
und Frau Spengler trat in das Treppenhaus. „Frohe Weihnachten, Herr Lehmann. Es
tut uns Leid, dass die Jungen immer so ungebärdig sind. Können wir Sie zur
Entschädigung heute Abend zu uns bitten?"
Zu seiner eigenen Überraschung nahm Walter die Einladung
an.
©Annette
Paul
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Weihnachten
Sonntag, 6. Dezember 2015
Der Weihnachtsmann ist überflüssig
Jeden Tag öffnete der Weihnachtsmann seinen Briefkasten und hoffte auf viele
Wunschzettel der Kinder. Doch jeden Tag fand er nur Reklamesendungen. Da wurden Lebensversicherungen
angeboten,Weinsendungen angepriesen, Immobilienmakler zeigten Interesse an
seiner kleinen Hütte in Lappland und
Autohändler an seinem altersschwachen Ford
Modell T.
Warum sandten ihm die Kinder nicht
mehr ihre Wünsche? Gut, in den letzten Jahren war er
enttäuscht von ihren anspruchsvollen Forderungen gewesen. Gesellschaftsspiele,
Bücher und Kleidung reichte nicht mehr, nein, es wurde ein eigener Fernseher, neuste Smartphones und teure PCs gewünscht.
Seine Wichtel aus der Werkstatt
hatte er längst in Rente geschickt. Sie hatten nichts mehr zu tun. Wer wollte
noch selbstgestrickte Mützen und Handschuhe, Filzpantoffel oder Bauklötze aus der Tischlerei? Selbst die
Kekse, Lebkuchen und Christstollen galten als ungesund und wurden nur noch in
geringen Mengen gegessen.
Trotzdem bedauerte er, dass er in den letzten Jahren weniger
Wunschezttel erhielt. Und in diesem
Jahr gab es überhaupt keine mehr, dabei war schon Dezember. Wie sollte er da die Wünsche noch erfüllen? Ob es
überhaupt noch Wünsche gab?
Da er nichts zu tun hatte, setzte
er sich an den PC und hackte sich bei den großen
Internethändlern ein. Er staunte, während er nichts zu tun und längst seine
Mitarbeiter entlassen hatte, schoben die Beschäftigten dieser Firmen Überstunden,
um die vielen Wünsche innerhalb kürzester Zeit zu erfüllen. Keiner von den
Kunden musste wie beim Weihnachtsmann
bis Weihnachten warten. Der Weihnachtsmann raufte sich seine grauen Haare.
Sein alter Chefwichtel Waldemar
hatte recht gehabt: „Gehen Sie auch in den
Ruhestand“, hatte er gemeint. „Genießen Sie Ihr Leben ohne verzogene
Gören und Eltern, die ständig mit einem Prozess drohen.“
Und Küchenwichtelin Gertrud meinte:
„Chef, machen Sie im Süden Urlaub. Sie haben es nötig. Hier bei uns ist es doch
immer so kalt und dunkel.“
So kam es, dass der Weihnachtsmann
in diesem Jahr einen einzigen Wunsch erfüllte: Er reservierte einen Platz in
einer exklusiven Ferienanlage in der Karibik.
©Annette Paul
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