Die Geschichte einer genervten Möwe steht auf
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Mittwoch, 4. November 2020
Möwe Paula
Sonntag, 28. Juli 2013
Kreative Muße
Träge lag ich im Liegestuhl. Bloß
nicht rühren. Jede Bewegung oder Berührung schmerzte. Meine Arme und Beine
sahen krebsrot aus. Trotz des Schattens unter dem Sonnenschirm trug ich eine
langärmlige Bluse und einen
knöchellangen Rock. An meinen neuen, sexy Bikini war nicht mehr zu denken,
anderenfalls hätte ich im stickigen Hotelzimmer bleiben müssen. Müde blickte
ich aufs Meer.
Das kristallklaren Wasser erfrischt
mich herrlich. Unter mir sah ich Fischschwärme vorüberziehen, der Himmel über
mir war wolkenlos und das Meer lag ruhig wie ein Spiegel.
In der Ferne sprangen Delphine aus
dem Wasser. Der Strand in dieser einsamen Bucht war genau der richtige Ort um
kreativ zu arbeiten. Sobald ich aus dem Wasser stieg, würde mein Stift über das
Papier eilen und Seite um Seite füllen. Endlich würde ich die Fortsetzung
meines Bestsellers beenden, auf die mein Verleger schon sehnsüchtig wartete.
Der gut aussehende Animateur der
Hotelanlage beugte sich über mich und küsste mich wach. Lächelnd öffnete ich
die Augen und schaute mich verwirrt um.
Den jungen Mann erblickte ich
nirgends, nur die übergewichtige, redselige Alte aus dem Nachbarzimmer.
Stöhnend wendete ich mich ab und sah den widerlichen Grabscher, sollte der
mich? Nicht in Gegenwart seiner Frau. Erleichtert ließ ich mich zurücksinken.
©Annette Paul
Sonntag, 30. Juni 2013
Sonnentage am Meer
Marko ist mit dem Burgturm beschäftigt. Immer wieder rutscht
der Sand herunter, dabei will er einen schönen gezackten Rand haben.
„Der Sand ist zu trocken“, sagt eine Stimme. Wütend schaut
Marko auf. Vor ihm steht ein Mädchen im Badeanzug. Mit ihren
kurzen Haaren sieht sie wie ein Junge aus.
„Wer bist du?“, fragt Julia, Markos kleine Schwester.
„Ich bin Josefine, wir machen hier zwei Wochen Urlaub, und
wer seid ihr?“, antwortet das fremde Kind.
„Ich bin Marko und das ist meine Schwester Julia. Wir sind nur
übers Wochenende hier. Willst du mitbauen? Wenn die Burg fertig
ist, legen wir einen Burggraben und einen Hafen an, damit unsere
Schiffe schwimmen können“, sagt Marko.
Josefine kniet sich hin und hilft. Bald ist die Burg mit Burggraben
fertig.
„Jetzt brauchen wir Muscheln zum Verzieren“, entscheidet Julia.
„Dann stürzen die Wände ein. Außerdem waren Burgen nie verziert“,
lehnt Marko ab.
„Waren sie doch“, sagt Julia.
„Nein“, streitet Marko ab.
„Wir können die Kante vom Burggraben und das Hafenbecken
verzieren“, schlägt Josefine vor.
Also sammeln sie Muscheln und Marko und Julia streiten sich
gleich wieder, wer die schönste gefunden hat.
„Streitet ihr immer?“, fragt Josefine.
„Ja“, antwortet Marko. „Streitest du dich nie mit deinen Geschwistern?“
„Nö, mein Bruder ist schon so alt, der spielt nicht mit mir.
Außerdem ist der kaum zu Hause, weil er schon arbeitet“, erklärt
Josefine.
(...)
der Sand herunter, dabei will er einen schönen gezackten Rand haben.
„Der Sand ist zu trocken“, sagt eine Stimme. Wütend schaut
Marko auf. Vor ihm steht ein Mädchen im Badeanzug. Mit ihren
kurzen Haaren sieht sie wie ein Junge aus.
„Wer bist du?“, fragt Julia, Markos kleine Schwester.
„Ich bin Josefine, wir machen hier zwei Wochen Urlaub, und
wer seid ihr?“, antwortet das fremde Kind.
„Ich bin Marko und das ist meine Schwester Julia. Wir sind nur
übers Wochenende hier. Willst du mitbauen? Wenn die Burg fertig
ist, legen wir einen Burggraben und einen Hafen an, damit unsere
Schiffe schwimmen können“, sagt Marko.
Josefine kniet sich hin und hilft. Bald ist die Burg mit Burggraben
fertig.
„Jetzt brauchen wir Muscheln zum Verzieren“, entscheidet Julia.
„Dann stürzen die Wände ein. Außerdem waren Burgen nie verziert“,
lehnt Marko ab.
„Waren sie doch“, sagt Julia.
„Nein“, streitet Marko ab.
„Wir können die Kante vom Burggraben und das Hafenbecken
verzieren“, schlägt Josefine vor.
Also sammeln sie Muscheln und Marko und Julia streiten sich
gleich wieder, wer die schönste gefunden hat.
„Streitet ihr immer?“, fragt Josefine.
„Ja“, antwortet Marko. „Streitest du dich nie mit deinen Geschwistern?“
„Nö, mein Bruder ist schon so alt, der spielt nicht mit mir.
Außerdem ist der kaum zu Hause, weil er schon arbeitet“, erklärt
Josefine.
(...)
Leseprobe aus „Es war einmal im Sommer“, Hrsg. Martina Meier, Papierfresserchens MTM-Verlag GbR , ISBN: 978-3-86196-220-5 Taschenbuch
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