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Mittwoch, 4. November 2020

Möwe Paula

 Die Geschichte einer genervten Möwe steht auf 


Vielleicht habt ihr auch schon einmal erlebt, wie Hunde am Strand Möwen jagen. Viel Spaß beim Lesen!

Sonntag, 25. November 2012

Der bissige Hund




Rapunzel bringt mit Mara Tim nach Hause. Henny ist heute gleich nach der Schule zu ihrer Oma gefahren. Sie stehen eine Weile vor der Gartenpforte und unterhalten sich, dann gehen sie weiter. Bei der Bushaltestelle springt ein langhaariger Hund über die Straße und läuft kläffend zu einem kleinen Jungen, der mit seinem Roller vorbeifährt. Die ganze Zeit wackelt der Schwanz des Hundes hin und her. Der Junge dreht sich um und rollert uns hastig entgegen. Dabei verliert er das Gleichgewicht, fällt hin und bleibt weinend auf dem Fußweg liegen. Und dieses wilde Hund kommt immer näher. Ich kann es nicht mehr sehen und verstecke mich in Rapunzels Pulli.
Rapunzel rennt los.
Sie kniet sich bei dem Jungen hin. „Hast du dir weggetan?“, fragt sie.
Dabei kommt dieser schreckliche Hund immer näher und näher. Sein Bellen dröhnt in meinen Ohren.
„Rapunzel, steh auf und lauf weg!“, flehe ich. Doch meine Prinzessin hört nicht. Im Gegenteil, sie zieht den Jungen hoch. Dabei ist dieses Wischmopp auf vier Beinen schon fast bei uns. Wütend fletscht er die Zähne. Seine langen Stirnhaare sind mit einer Haarspange auf seinem Kopf zusammengebunden, damit er überhaupt etwas sehen kann. Kein Wunder, dass er so bösartig ist. Wenn ich so albern aussehen würde, wäre ich auch wütend.
„Beeil dich“, kreische ich. Doch Rapunzel beachtet den Hund gar nicht, sondern tröstet immer noch den kleinen Jungen.
Gleich erreicht uns dieses Ungeheuer und beißt Rapunzel. Aufgeregt laufe ich auf ihren Schultern hin und her. Ich muss etwas tun. Kurz bevor er Rapunzel etwas antut, springe ich todesmutig hinunter und stelle mich ihm in den Weg.
„Wage es nicht, meine Prinzessin zu beißen“, drohe ich ihm. Und wirklich, überrascht stoppt er ab. Dann nähert er sich mir drohend. Immerhin ist er erst einmal abgelenkt. Doch seine Zähne sind riesig und verspeisen lassen will ich mich nicht. Ich schlage also einen Haken um den liegenden Roller, nehme Anlauf und springe auf seinen Rücken.
 Damit ich nicht runterfalle, kralle ich mich in seinem Fell fest. Davon ist mehr als genug da. Dann arbeite ich mich zu seinem Kopf vor. Ich will in sein Ohr beißen. Ganz schaffe ich es nicht bis dorthin, denn jetzt schnappt der Kerl völlig über. Er dreht sich im Kreis und knurrt und rollt die Augen.
„Hilfe! Holt denn keiner die Polizei?“ Mir wird langsam schwindelig.
„Prinz, spring ab“, ruft Rapunzel. Einfacher gesagt als getan. Wenn ich springe, frisst mich der Kerl doch gleich. Und als Nachtisch sicher auch noch Rapunzel. Außerdem dreht sich alles vor meinen Augen.








 Leseprobe aus "Rattenprinzessin Rapunzel" von Annette Paul mit Illustrationen von Krisi Sz.-Pöhls, erhältlich bei Amazon,


Samstag, 28. Januar 2012

Tim kümmert sich

„Hol ihn!“ Tim warf den Ball. Flocke jagte hinterher und brachte ihn zurück. Immer wieder rannte der kleine Hund. Schließlich nahm Tim ihn wieder an die Leine und ging auf das Haus zu. Frau Martens, ihre Nachbarin, öffnete ihnen die Tür. Auf Krücken humpelte sie mit ihrem Gipsbein in die Küche. „Gut, das ich euch habe, alleine könnte ich mich nicht versorgen.“
Tim stellte den Korb mit den Einkäufen auf den Küchentisch und räumte Milch, Eier und Aufschnitt in den Kühlschrank.
„Aber Sie haben doch Kinder“, widersprach er.
„Peter muss viel arbeiten. Und Renate lebt in Neuseeland.“
Tim nickte. Mutter meinte immer, Peter würde sich nicht um seine Mutter kümmern, aber das behielt Tim lieber für sich. An Renate erinnerte er sich nur noch dunkel, sie war vor fünf Jahren fortgezogen.
„Nina kommt nachher vorbei. Ich muss jetzt zum Fußball!“ Tim sprang pfeifend die Stufen beim Hauseingang hinab und rannte zu ihrem Haus hinüber.
Das Fußballtraining war wieder klasse. Tim schoss sogar ein Tor. Daheim hörte Mutter ihm gar nicht richtig zu, als er davon erzählte.
„Mama, was ist los?“, fragte er.
„Flocke ist tot!“ Nina kam die Treppe hinunter.
„Frau Martens bat mich, sie zur Tierklinik zu fahren. Aber es war zu spät, Flocke hatte Rattengift gefressen.“



"Tim kümmert sich" ist in "Die Krimizimmer(ei)", Papierfresserchens MTM-Verlag, veröffentlicht worden.